Schulprofil - Ganztagshauptschule


Unsere Schule ist zum Schuljahre 2007/2008 beginnend mit den Jahrgängen 5 - 7 in eine "Erweiterte Ganztagshauptschule" umgewandelt worden. Dieses ist nach der Umwandlung von der "Volksschule" in die Schulform "Hauptschule" die wohl wichtigste Veränderung in der  150-jährigen Geschichte der "Achenbacher Schule". Zum Schuljahr 2010/2011 wurden dann alle Jahrgänge im "Ganztag" unterrichtet.

Diese Umstellung hat eine zentrale Bedeutung für unser Schulprofil und unser Schulprogramm. Zahlreiche Neuerungen und Veränderungen sind vorgenommen worden. Andere Inhalte und bestehende Konzepte mussten überarbeitet und dem "Ganztag" angepasst werden.

Unser Ganztagskonzept

Rhythmisierung im Ganztag

Für alle Schülerinnen und Schüler wird es ab dem Schuljahr 2007/08 eine andere Stunden- und Pausenregelung geben. Eine Unterrichtsstunde dauert nun mehr 60 Minuten. Die Verlängerung der Unterrichtsstunden ermöglicht einen methodisch abwechslungsreicheren Unterricht, den Einsatz individualisierender Lernformen, mehr Zeit für erzieherische Arbeit, mehr Übungszeit im Unterricht, weniger Stundenwechsel und bessere Möglichkeiten zum Einsatz der neuen Medien. Desweiteren verbringen die Lehrerinnen und Lehrer mehr Zeit mit Ihren Kindern. Hierdurch versprechen wir uns einen noch intensiveren persönlichen Kontakt und zusätzliche Unterrichtszeit. Nach dieser Umstellung ergibt sich eine neue Stundenverteilung und ein neues Stundenraster.

Verpflegung im Ganztag

In der Mittagspause erhalten alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine warme Mahlzeit einzunehmen. Wir legen sehr großen Wert darauf, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler am Mittagessen teilnehmen. Ein Lernen bis 16:00 Uhr ohne eine vollwertige warme Ernährung ist nicht möglich. Bitte halten Sie daher Ihr Kind an, vom Essensangebot in der Schule Gebrauch zu machen! Informationen zur Essenbestellung finden Sie im Servicebereich.

Leider müssen wir zunehmend feststellen, dass viele Schülerinnen und Schüler ohne Frühstück zur Schule kommen. Daher bemühen wir uns derzeit darum, eine gute Auswahl im Kiosk anzubieten. Der Kiosk wird von unseren Sozialarbeitern Herrn Katz und Herrn Heide betreut. Den Verkauf übernehmen Schülerinnen und Schüler.

Schulprogramm - Leitbild der Schule

Die Notwendigkeit der Veränderung unseres Leitbildes

Das seit 1990 bestehende Leitbild unserer Schule lautete: "Miteinander in einer offenen Stadtteilschule!" Folgende Aspekte haben uns zum Überdenken und zur Neuformulierung unseres Leitbildes geführt:

  1. Die veränderten Voraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler erfordern vielfältige innovative Entscheidungen in den drei zentralen Bereichen der Schulentwicklung, nämlich in der Personal-, der Organisations- und vor allem in der Unterrichtsentwicklung.

  2. Ein verändertes Anforderungsprofil an die Schulabgänger sowie Erkenntnisse der PISA- und TIMSS-Studien machen ein überdenken des Unterrichts erforderlich. Der Erwerb selbstständiger Lernkompetenzen ist von zunehmender Bedeutung geworden.

  3. Das veränderte soziale Umfeld unserer Schülerinnen und Schüler hat zu einem zunehmenden Verlust von Werten und wichtigen sozialen Kompetenzen geführt. Diesem Prozess möchten wir soweit es geht entgegenwirken.

  4. Es ist erklärter politischer Wille, die Hauptschule als eigenständige Schulform in ihrem Bestand zu sichern. Neben eindeutigen Vorgaben werden den Schulen hierfür auch selbstständige Entwicklungsmöglichkeiten eingeräumt, die es für unsere Schule, die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, den Stadtteil und nicht zuletzt uns Lehrerinnen und Lehrern zu nutzen gilt.

  5. Aufträge des Schulministeriums (u. a. Schulgesetzänderungen, Lehrpläne, Förderunterricht, neue Ausbildungsordnung für die Sek. I) erfordern schulinterne Entscheidungen.

  6. Aus der intensiven und erfolgreichen Stadtteilarbeit der letzten zehn Jahre ergibt sich eine Verpflichtung, diese fortzuführen, bei langfristigen Entwicklungsentscheidungen zu nutzen und in Leitzielformulierungen einzubinden.

Unser Leitbild

Gemeinsam haben wir für unsere Schule das folgende, erweiterte Leitbild entwickelt:

  • Wir wollen eine bewegte Schule sein, eine Schule, die sich in besonderer Weise sowohl der körperlichen Bewegung als auch der geistigen Beweglichkeit verpflichtet sieht.
  • Wir wollen den Aspekt des Miteinanders beim Lehren und Lernen, bei organisatorischen Entscheidungen, bei Erziehung und Unterricht zu einem wesentlichen Kriterium machen.
  • Wir wollen das Lehren und Lernen stets kritisch reflektieren und anpassen an neue Erkenntnisse der Unterrichtsentwicklung.
  • Wir wollen eine gesundheitsfördernde Schule sein. Eine Schule, die bei Entscheidungen im Rahmen der Schulentwicklung das körperliche, seelische und soziale Wohlempfinden aller am Schulleben beteiligten Personen in besonderer Weise beachtet, eine Schule, die Werte vermittelt, die den Anforderungen einer umfassenden Gesundheitserziehung entsprechen.
  • Wir wollen uns als offene Stadtteilschule verstehen, indem wir uns am Stadtteilleben beteiligen, es mitgestalten und fördern. Angebote des Stadtteils sollen integrativer Bestandteil unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit werden.

"Miteinander lehren und lernen
in einer
gesunden, bewegten und offenen
Stadtteilschule."

Eine erste Konkretisierung unseres Leitbildes

Wir verstehen uns als eine Schule,

in der innerhalb und außerhalb des Unterrichts vielfältige Bewegungsmöglichkeiten erfahrbar gemacht werden.

in welcher der Wert der Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten einen besonders hohen Stellenwert bei allen Entscheidungen hat.

in der die Schülerinnen und Schüler in einem Umfeld leben und lernen, welches das psychische und soziale Wohlbefinden durch eine angemessene Gestaltung des Unterrichts, des Schulgebäudes und der Organisationsstruktur berücksichtigt.

in der Schülerinnen und Schülern Werte vermittelt und erfahrbar gemacht werden, die für ihren persönlichen und beruflichen Lebensweg von besonderer Bedeutung sind.

die bestrebt ist, ihre Schülerinnen und Schüler hin zum selbstständigen Lernen und zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln zu führen.

in der das Lernen in und an Projekten von besonderer Bedeutung ist.

die von den Schülerinnen und Schülern als wichtiger, sinnvoller und notwendiger Bestandteil des Lebens erfasst und angenommen wird.

in der jeder seine Fähigkeiten und Stärken entdecken und weiterentwickeln kann.

die als wichtiger und gleichberechtigter Partner im Verbund mit den bestehenden Einrichtungen und Institutionen im Stadtteil kooperativ zusammenarbeitet.
Der Stadtteil soll als Lebens- und Lernort erfahrbar gemacht und einbezogen werden.

die dafür sorgt, dass ihre Schüler gesund ernährt werden und ein Bewusstsein dafür entwickeln.

in der Wert auf eine vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit mit Kollegen, Schülern, Eltern und externen Kooperationspartnern gelegt wird.

in der allen Beteiligten auch Freude erfahrbar gemacht wird.

die ihre Schülerinnen und Schüler stark macht, damit sie sich eigenständig in ihrem Leben zurechtfinden und behaupten können.

in der Werte wie höflicher und respektvoller Umgang miteinander, Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung besondere Beachtung finden.

Grundlagen für die Schulprogrammarbeit

Die folgenden Maßstäbe und Kriterien sind die Grundlage für die Weiterentwicklung unseres Schulprogramms:

Für die notwendigen Ergänzungen, Überarbeitungen und Erneuerungen sowohl unseres Schulprogramms als auch unseres Schulprofils wurde abgesprochen, dass die Ergebnisse und Vereinbarungen den folgenden zentralen Kriterien entsprechen müssen. Die Kriterien lauten

Verbindlichkeit, Sicherheit und Öffentlichkeit.

Das Schulprogramm soll uns zur Verbindlichkeit anhalten; es soll jedem Handlungssicherheit und Rückhalt für sein pädagogisches Handeln geben und zugleich für alle am Schulleben intern oder extern Beteiligten einsehbar und transparent sein.

Ferner ist es unser Bestreben, dass die Schulprogrammarbeit

systematisch, teambildend und schulübergreifend

sein soll.

Als konzeptionelle Vorgabe für unsere Schulprogrammarbeit wurde vereinbart, dass bei der Erarbeitung und Darstellung der Inhalte folgende Struktur berücksichtigt werden soll:

Problemlage/Ausgangslage: Was ist das Problem?

Ziel: Was wollen wir erreichen?

Kriterien: An welchen Kriterien können wir festmachen, ob wir unser Ziel erreicht haben?
(Evaluationskriterien beschreiben die Merkmale, an denen die Erreichung von pädagogischen Zielen in der Schul- und Unterrichtspraxis festgemacht werden soll.)

Maßnahmen: Was wollen wir tun, um das Ziel zu erreichen (Maßnahmenplanung)?

Evaluation: Welche Messgrößen können zur Überprüfung der Zielerreichung herangezogen werden? Welche Evaluationsmethoden sind angemessen?
(Indikatoren sind die "Anzeiger" oder "Messgrößen", mit deren Hilfe man feststellen kann, inwieweit Evaluationskriterien in der Schul- und Unterrichts-praxis tatsächlich erreicht wurden.)